4 Sterne | Krimi & Thriller

[Rezension] Besondere Umstände – Gabriela Kasperski

3. August 2017


Allgemeines zum Buch

  • Taschenbuch: 528 Seiten
  • Verlag: tredition
  • Auflage: 1
  • erschienen am: 23. Mai 2017
  • ISBN-10: 3743903660
  • ISBN-13: 978-3743903661
  • Sterne 4/5

 

Klappentext
BESONDERE UMSTÄNDE, der zweite Fall der Schnyder&Meier-Reihe von Gabriela Kasperski, ist ein hochemotionaler Thriller um Babyhandel, illegale Adoptionen und gekauftes Glück. Er erscheint in einer Neuausgabe als Taschenbuch.
„Ich schwöre euch, jede dieser Frauen, so nett sie eigentlich ist, würde für ihre Kinder töten. Nun stellt euch eine Frau vor, die kein Kind hat, aber unbedingt eines will, bereit, jeden Preis zu bezahlen.“
Nach einem Gewitter kommen sieben Babys zur Welt. Eines wird entführt – Zita Schnyder und Werner Meyer, selbst frischgebackene Eltern, ermitteln.
Zita Schnyder hat den Master in Psychologie mit Bestnote bestanden und ihren Sohn entbunden, das Leben könnte nicht besser sein. Da wird aus dem Waldstädter Krankenhauses ein Baby entführt und Zitas Nachforschungen führen sie in den Geburtsvorbereitungskurs „MamYoga“. Ihr Partner, der Commissario Werner Meier, ist derweil komplett überfordert, von seinen Vatergefühlen und vom Mord an einer Sozialarbeiterin. Als das Drama um verschwundene Babys immer grössere Dimensionen annimmt, müssen sich Schnyder&Meier zusammenraufen und in einem Wettlauf gegen die Zeit diesen Fall lösen, der ihnen so nahe geht wie nichts zuvor – ist auch ihr Baby in Gefahr?


Zum Autor
Gabriela Kasperski absolvierte ein Studium der Anglistik, war als Radio- und TV-Moderatorin und Schauspielerin tätig. Heute schreibt sie Krimis, Romane und Drehbücher, Adaptionen für Film und Fernsehen, bloggt in ihrer Kolumne 45+ zu Alltagsfragen und arbeitet als Sprecherin, Regisseurin und Expertin. Sie pendelt mit ihrem Mann und ihren Kindern zwischen Stadt und Land.


Cover
Ich finde es gibt Cover, die finde ich ansprechender als dieses hier. Es passt zwar zum Inhalt, ein einsamer Kinderwagen vermittelt das Gefühl von „Alleine“ und „Einsamkeit“, aber ich bin nicht sicher, ob ich es in der Buchhandlung näher angeschaut hätte.
Es hat eine düstere Stimmung, da es nach einem regnerischen Herbsttag in einem Park aussieht, keine Menschenseele weit und breit zu sehen. Der Titel des Buches in schlichtem Weiß im oberen Abschnitt.


Meine Meinung
Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag angeboten bekommen, da mich das Thema interessiert, nahm ich das Angebot dankend an, war gespannt was mich erwarten wird.

Ich muss sagen zu Beginn kam ich nicht wirklich gut in die Geschichte hinein. Es waren mir zu viele Personen, die auf den ersten Blick keinen Bezug zueinander hatten, dazu die ausländischen Namen, was mir das lesen erschwert hatte. Zeitweise wusste ich nicht mehr genau, wer mit wem und warum, überlegte sogar, das Buch abzubrechen oder neu mit Zettel und Stift wegen Notizen zu beginnen. Aber ich las weiter weil mich das Thema, illegale Adoption, unerfüllter Kinderwunsch doch sehr interessierte.

Zita, was für ein toller, nicht geläufiger Name in einem Buch, und deren Freund Meier sind die Hauptprotagonisten der Geschichte. unterschiedlicher könnten die beiden nicht sein.
Sie, sehr emanzipiert, mag alles alleine machen, mag sich nicht absprechen mit Ihrem Freund Meier, den sie, warum auch immer, nicht beim Vornamen nennt.
Meier, ein Polizist, der alles daran gibt Zita glücklich zu machen und dabei oft gegen eine Mauer aus Starrsinn anregt. Doch man merkt, wie die beiden sich lieben, nicht ohne einander können. Aber die Liebesgeschichte der beiden steht nicht im Vordergrund, sie hat zwar eine zentrale Rolle, ist aber nicht dominant.

Der Mord der Sachbearbeiterin Ruth und die Entführung des neugeborenen Babies müssen auch aufgeklärt werden. meier steht zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite will er Zita zufrieden stellen und Lucies Tochter Maud schnell finden, auf der anderen Seite belastet ihn das nervlich doch sehr und er hat den Fall abgegeben.

Ansonsten kommen noch weitere Fragen auf, die nach und nach geklärt werden wollen. Der Spannungspegel kam bei mir erst spät, fast schon zu spät wegen der Schreibweise der Autorin. ich fand zu Beginn nicht gut in das Buch hinein, verstand Zusammenhänge nicht. Doch im laufe der Zeit erklärt sich einiges, das Bild wird klarer, man erkennt die Verbindungen und ist am Ende schon überrascht, wie sich alles zusammen findet.

Aus dem Grund werde ich auch nur einen und nicht wie zuerst geplant zwei Sterne abziehen. Der Hintergrund ist spannend, macht nachdenklich und schockiert auch wie weit ein Mensch für ein Baby gehen würde. Ich glaube, dass die Ereignisse in dem Buch durchaus auch in Realität vorkommen und manche Familien an den Rand der Verzweiflung bringen können.


Sterne

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