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5 Sterne | Kinder & Jugendbuch | Rezension Sandra

[Rezension] Boy in a White Room – Karl Olsberg

9. Oktober 2017

Ein packender Thriller, in dem nichts ist, wie es zunächst scheint. Auf spannendste Weise spielt Spiegel-Bestsellerautor Karl Olsberg in diesem Jugendbuch mit den Gefahren virtueller Weltenund künstlicher Intelligenz und wirft fundamentale philosophische Fragen nach Realität und Identität auf. Spannung bis zum Schluss, mit einem Twist, der den Atem raubt!

Eingesperrt, ohne Erinnerung, erwacht Manuel in einem weißen Raum. Er weiß weder, wer er ist, noch, wie er hierher kam. Sein einziger Kontakt ist eine computergenerierte Stimme namens Alice, durch die er Zugriff auf das Internet hat. Stück für Stück erschließt sich Manuel online, was mit ihm passiert ist: Bei einem Entführungsversuch wurde er lebensgefährlich verletzt. Doch wie konnte er diesen Anschlag überleben? Ist das tatsächlich die Wahrheit? Und wer ist Manuel wirklich?

Allgemeines

  • Preis: 14,95€
  • Klappenbroschur mit Spotlack und Hochprägung
  • Seitenanzahl: 288
  • Verlag: Loewe Verlag
  • Genre: Jugendbuch
  • Erscheinungstag: 11.10.2017
  • ISBN-10:3785587805
  • ISBN-13: 978-3785587805
  • Sterne: 5/5

 

 

 


Autor

Karl Olsberg promovierte über künstliche Intelligenz, war Unternehmensberater, Manager bei einem Fernsehsender und gründete mehrere Start-ups. 2007 erschien sein erster Roman Das System, der es auf Anhieb in die Spiegel-Bestsellerliste schaffte. Seitdem schreibt er nicht nur erfolgreich Romane für Erwachsene, sondern auch für Jugendliche und Kinder. Seine Minecraft-Romane, die er zunächst im Eigenverlag veröffentlichte, erreichten Platz 2 der Amazon-Bestsellerliste. Der Autor lebt mit seiner Familie in Hamburg.


Cover

Das Cover dieses Jugendbuches ist eher dunkel gehalten, kommt etwas mystisch rüber, was aber genau auf den Inhalt passt. Die Computerwelt besteht auch oft nur aus schwarz, grau und Grüntönen. Das Bild der Computernerds kommt mir hier ins Auge. Dass der Titel des Buches nicht ordentlich gradlinig aufgebaut ist, passt in dem Fall, vom Inhalt der Geschichte fällt ja eh alles aus dem Rahmen!


Meine Meinung

Dieses Buch ist mal was ganz anderes als die Bücher, die ich sonst in letzter Zeit gelesen habe. Ich bin auch nicht ganz sicher ob ich es gelesen hätte, wenn ich vorher genauer den Inhalt in Erfahrung gebracht hätte. Umso positiver war ich doch überrascht von dem, was mich erwartet hat. Ich bin jemand, der nicht gut mit SciFi oder Dystopien klar kommt, aber Karl Olsberg hat hier ein tolles Jugendbuch geschrieben, was den schmalen Grad zwischen Realität, SciFi und künstlicher Intelligenz vereint.

Wenn man den Hintergrund, warum Manuels Vater das gemacht hat, mal mit ins Aug fasst, ist es schon traurig, gleichzeitig aber auch sehr stark und bewundernswert. Das Komplexe was hier miteinander verbunden wird ist enorm, kann in der Zukunft durchaus Realität werden. Es ist ja nicht so, dass nicht schon bestimmte Brillen fürs Handy gibt, wo man virtuelle Welten simulieren kann. Der Fortschritt der Zeit lässt sich nicht aufhalten, ob das alles immer positiv ist sei mal dahingestellt.

Ok zurück zum Buch. Der Schreibstil ist klasse, man findet sich in allen Begebenheiten ein, die gerade aktuell sind. Manchen Handlungen kann ich im ersten Moment nicht folgen, aber ich glaube das ist, weil ich manchmal einfach anders denke. Aber es hat sich immer alles aufgeklärt, die Handlung somit klar und strukturiert. Im Rückblick gab am Ende manches von Anfang einen anderen Sinn und es hat sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen.

Manuel, der Hauptcharakter dieses Buches ist eine sehr interessante Person, hadert nicht so mit dem Schicksal sondern schaut wie er am besten damit umgehen kann. Ein toller Zug für ein Junge in seinem Alter. Die anderen Charaktere wurden, je nach Wichtigkeit, mehr oder weniger gut ausgebaut, aber ich habe beim lesen der Geschichte nichts wirklich vermisst.


Sterne

*****

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