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[Rezension] Nachruf auf den Mond – Nathan Filer

| 2 Kommentare

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Droemer Knaur
  • erschienen am 02. März 2015
  • ISBN-10: 3426281244
  • ISBN-13: 978-3426281246
  • Preis 17,99€
  • Meine Wertung: 5/5
Klappentext

»Ich werde Ihnen erzählen, was passiert ist, denn bei der Gelegenheit kann ich Ihnen meinen Bruder vorstellen. Er heißt Simon. Ich glaube, Sie werden ihn mögen. Wirklich. Doch in ein paar Seiten wird er tot sein. Danach war er nie mehr derselbe.«
Matthew Homes ist ein begnadeter Erzähler, und Patient der Psychiatrischen Klinik in Bristol. Um dort dem trostlosen Alltag zu entfliehen, schreibt er seine Geschichte auf – und die seines Bruders Simon, der im Alter von elf Jahren während des Campingurlaubs in Cornwall starb. Selbst nach zehn Jahren gibt sich Matthew immer noch die Schuld am Unfalltod seines Bruders. Doch eigentlich ist Simon für ihn gar nicht tot – und Matthew auch kein gewöhnlicher 19-Jähriger. Matthew leidet an Schizophrenie …
Autor
Nathan Filer ist ehemaliger Krankenpfleger der Psychiatrischen Klinik in Bristol und heute als Schriftsteller, Dichter und Filmemacher tätig. Zudem unterrichtet er Creative Writing an der Bath Spa University. „Nachruf auf den Mond“ ist sein erster Roman, für den er verschiedene Preise gewann: u.a. den renommierten Costa Book Award und den Betty Trask Prize für das beste Debüt. Filer lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Bristol.

Meine Meinung

»Ich
werde Ihnen erzählen, was passiert ist, denn bei der Gelegenheit
kann ich Ihnen meinen Bruder vorstellen. Er heißt Simon. Ich glaube,
Sie werden ihn mögen. Wirklich. Doch in ein paar Seiten wird er tot
sein. Danach war er nie mehr derselbe.«
Wenn
ein Buch schon so als Einleitung beginnt, kann man sich wohl in etwa
vorstellen, wie es weiter gehen wird.
Dieser
Debütroman von Autor Nathan Filer geht unter die Haut und lässt
einen mehr als bewegend zurück. So erzählt er die Geschichte von
Matthew, der seinen Bruder sehr früh verloren hat und doch nicht
alleine ist. Denn Simon ist an seiner Seite, das bringt ihm einen
Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik.
Sehr
eindrucksvoll wird hier die Geschichte erzählt, das Leben und der
Alltag von dem jungen Mann, der es bei weitem nicht einfach hat. Es
gibt sehr viele liebevolle Erzählungen von früher mit seiner Oma,
die Hilflosigkeit der Eltern und sein nicht einsehen das er Hilfe
benötigt.
Die
Zeiten springen ein wenig hin und her, angepasst an die Gedanken und
Gefühle von Matthew. Sehr schön ist auch, das hier in
verschiedenen Schriftarten gearbeitet wurde. Alltagssituation, die
Briefe die er geschrieben hat und auch Post, die er bekam, wechseln
in Schriftbild ab. Die Kapitel variieren von recht kurz bis lang, je
nach Situation und Person die gerade beschrieben wurde.
Den
Hauptcharakter lernt man erst nach und nach kennen, zu Beginn hat man
kaum ein Bild von ihm. Dieses merkt er zu einem späteren Zeitpunkt
und erzählt dann etwas mehr von sich. Wer er ist, wie es dazu kam
und welche Gedanken er hat.
Dieses
Buch gliedert sich also nicht an die typische Reihenfolge wie man sie
oft gewohnt ist. Trotz allem ist der Schreibstil sehr leicht und
angenehm.

 

„Nachruf
auf den Mond“ macht sehr nachdenklich, gibt einen kleinen Einblick
in den Alltag in einer psychiatrischen Klinik und die Gedanken einer
Person, die unter Schizophrenie leidet ohne erdrückend zu wirken.
Fazit

Ein Thriller der unter die Haut geht und einen bewegt zurück lässt.

Sterne
* * * * *

2 Kommentare

  1. Heyho,

    das Buch klingt sehr interessant, aber auch unheimlich traurig. Ich kann jetzt noch nicht sagen, ob ich es lesen werde, aber ich habe es mir auf meine liste auf alle Fälle mal drauf geschrieben. 🙂

    Lieben Gruß,
    Ruby

  2. Das ist jetzt nun schon die zweite Rezi die ich gelesen habe, ich glaub echt ich muss das Buch haben !!! Danke Dir für den schönen Artikel.
    LG Moni

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