Kasas Buchfinder

17. Mai 2015
von Sandra
1 Kommentar

[Rezension] Om, es ist nur eine Phase – Vanessa Richter

 
  • Broschiert: 318 Seiten
  • Verlag: Bookshouse
  • erschienen am: 20. März 2015
  • ISBN-10: 9963527817
  • ISBN-13: 978-9963527816
  • Preis: 12,99€
  • Meine Wertung: 4/5
Klappentext
Anderen Lebewesen am Hinterteil riechen? Das machen doch nur Hunde! Und Eltern! Mia lernt nach der Geburt ihres Sohnes, dass ihr Plan, das Leben mit Kind auf gar keinen Fall kompliziert werden zu lassen, nur eine schöne Illusion war. Und das liegt nicht nur an dauerhaft schlaflosen Nächten, ausgeprägter Stilldemenz und der Tatsache, dass die kinderlosen Freunde die Nase rümpfen, wenn die Beschaffenheit von Windelinhalten zum abendfüllenden Gesprächsthema wird. Vielmehr kämpft Mia damit, ihrer Mutter den offensichtlichen Heiratsschwindler als neuen Lebensgefährten auszureden und ganz nebenbei möglichst spielend zehn bis zwanzig Kilo Schwangerschaftsspeck zu verlieren. Da sag noch mal jemand, Mütter hätten nichts zu tun!

Autor
Vanessa Richter, Jahrgang 1979, studierte Germanistik und Anglistik und versucht seitdem, mehr oder weniger begeisterungsfähigen pubertierenden Halbwüchsigen die Feinheiten der deutschen und englischen Sprache näher zu bringen. Sie lebt mit Kind und Kegel zwischen Ruhrpott und Münsterland.
Meine Meinung
Ich habe mich richtig gefreut als dieser Band erschienen ist, da ich das erste Buch der Autorin auch schon verschlungen hatte. Gespannt war ich nun auf viel Spannung und Humor und ich wurde nicht enttäuscht.Vanessa Richter hat hier einen sehr unterhaltsamen Roman zu Papier gebracht, der mir an der ein oder anderen Stelle Lachtränen in die Augen trieb. Ich denke, jeder der Kinder hat, kann die ein oder andere Passage bzw ganze Kapitel sehr gut nachvollziehen und denkt zum Teil mit Schrecken an diese zeit zurück.

Die Illusion von einer perfekten Frau, perfektem Haushalt und ruhig schlafendem Kind werden innerhalb von kürzester Zeit zunichte gemacht und man findet sich in einem Chaos wieder.
Es wird hier sehr schön die erste Zeit mit Baby geschildert, all die Freuden und Leiden die das Muttersein so mit sich bringt.
Und wenn das alleine schon nicht genug ist, versuchen die Schwestern ihre Mutter zu verkuppeln. Doch das ganze geht mächtig nach hinten los, weil sie befürchten, einem Heiratschwindler auf dem Leim gegangen zu sein. Doch Mutti mag von all dem nichts hören. Wird diese Geschichte gut ausgehen?

Die Charaktere sind hier sehr realitätsnah gestaltet worden und man kann sich vor allem sofort in die arme Mia hinein versetzen. Das Gefühlschaos was hier herrscht, kommt sehr gut rüber. Die Schwester ist der Hammer und genau das Gegenteil von Mia. Sehr auf Öko bedacht und naturverbunden, nicht auf Gläschen und Co.,  was im Schwesternaushalt Einzug gehalten hat.
Die Mutter hat damals eh alles anders gemacht und die Schwestern schütteln oft nur den Kopf.

Der Schreibstil ist sehr leicht und locker, lustige Dialoge und ansprechende Kapitellänge.

Fazit
Dieser Roman ist sehr unterhaltsam, treibt einem die Lachtränen in die Augen. Trotz allem ein Stern Abzug weil mir die Liebesgeschichte der Mutter ein wenig zu viel im Vordergrund gestanden hat. Dachte eher der Alltag mit Baby stände im Vordergrund!

 

Sterne

****

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13. Mai 2015
von Sandra
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[Rezension] Whisper Island, Band 01: Sturmwarnung – Elizabeth George

 

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: INK; Auflage: 1
  • erschienen am: 4. November 2011
  • ISBN-10: 3863960017
  • ISBN-13: 978-3863960018
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
  • Preis: 19,99€
  • Meine Wertung: 3/5
 
Klappentext
Becca King hat eine Gabe, die gleichzeitig ein Fluch ist. Sie kann die Gedanken anderer Menschen hören. Sie umgeben sie wie ein ständiges Rauschen, dem sie nicht entrinnen kann. Jetzt ist Becca auf der Flucht, weil ihr Stiefvater ihre Fähigkeiten skrupellos ausnutzen wollte. Sie hat eine neue Haarfarbe und eine neue Identität. Auf einer geheimnisvollen, abgeschiedenen Insel hofft Becca, Unterschlupf bei einer Freundin ihrer Mutter zu finden. Doch als sie dort ankommt, erfährt sie, dass die Freundin kurz zuvor gestorben ist. Verzweifelt versucht Becca, ihre Mutter zu erreichen – ohne Erfolg: Das Handy ist tot …


Autor
Eine Amerikanerin in London – zumindest zeitweise lebt Elizabeth George in der britischen Hauptstadt. Dort recherchiert die preisgekrönte Krimiautorin detailversessen an den Orten des Geschehens. Ihre größtenteils verfilmten Geschichten sind eher Gesellschaftsromane als “nur” spannende Storys – von denen George allerdings eine Menge versteht. Denn Handwerk und Kunst des Schreibens hat sie lange Jahre als Lehrerin für Englische Sprache und Literatur sowie später in Unikursen für Kreatives Schreiben unterrichtet. Bekannt wurde sie vor allem mit ihrem Ermittlerduo Inspector Lynley und Sergeant Havers. Geboren wurde Elizabeth George 1949 in Warren im US-Bundesstaat Ohio. Nach vielen Jahren in Kalifornien lebt sie heute im Nordwesten der Vereinigten Staaten bei Seattle.
Meine Meinung
Diese Serie fiel mir beim stöbern in die Bücherei in die Hände und ich nahm, sie einfach mal mit. Der Klappentext hörte sich ganz gut an und ich war gespannt, vor allem, da die Bewertungen doch sehr weit auseinander lagen.
Hauptperson ist Becca, ein junges Mädchen, was die Gedanken der Mitmenschen hören kann. Doch leider ist diese Gabe noch nicht komplett ausgeprägt, sie hört oft nur Bruchstücke und kann sich meist keinen Reim darauf machen.
Doch genau diese Gabe ist es, die ihr zum Verhängnis wird. Sie hört Gedanken von Ihrem Stiefvater , die sie besser nicht erfahren hätte. Seitdem ist sie auf der Flucht vor ihm. Die Mutter mag sie bei einer alten Freundin auf Whisper Island unterbringen und selber andere Wege gehen.
Doch als das junge Mädchen dort ankommt ist die Bekannte tot und sie weiß nicht was sie tun soll. Seth, ein Bewohner der Insel taucht unerwartet auf und wird ihr helfen. Doch wie soll es nun weitergehen?
Ich muss schon sagen, diese Geschichte ist zwar ganz nett, aber teilweise auch unrealistisch. Die Mutter überzeugt sich nicht das sie gut ankam? Niemand schaut was das junge Mädchen so macht? Wo sie herkommt? Sie ist mir, für das Alter was sie hat, doch zu sehr auf sich alleine gestellt und kann das eigentlich gar nicht schaffen. Das niemanden auffällt, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht? Gerade auf einer kleinen Insel wo jeder jeden kennt?
Der Schreibstil ist leicht und flüssig, man kann dem Inhalt gut folgen und doch verliert man zwischendurch den Faden beim lesen. Einige Passagen ziehen sich in die Länge, man schüttelt den Kopf wegen der Naivität.
Becca, die Hauptperson ist schon detailgenau wieder gegeben worden und man hat eine gute Vorstellungskraft von ihr. Die anderen Personen wurden so geschildert, dass man zumindest einen allgemeinen Eindruck von ihnen hat.
Aber gerade Becca steht halt im Mittelpunkt und man achtet drauf wie sie sich gibt. Sie ist schon eine starke Persönlichkeit die weiß was sie will, aber innerlich auch recht verletzlich und braucht jemanden der für sie da ist.
Das Ende hatte dann einen kleinen Cliffhanger, der zwar schon neugierig macht, aber im gesamten keinen Wow Effekt erzeugt.
Fazit
Einfach nur um zu wissen wie es weitergeht werde ich den nächsten Teil noch lesen. Das Mädel ist sympathisch, aber bisher nichts besonderes von der Geschichte her.

Sterne

***

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