Allgemeines zum Buch

  • Preis: 14,99€
  • Format:gebundene Ausgabe
  • 320 Seiten
  • Verlag: Carlsen Verlag
  • 28.07.2017
  • ab 12 Jahren
  • ISBN 978-3-551-55680-6
  • Sterne 5/5

 

Klappentext

Als ihre Mutter stirbt, müssen die 12-jährige Liberty und die vier Jahre jüngere Billie zu ihrem Vater ziehen, den sie nur vom Foto kennen. Doch der ist mit der Situation vollkommen überfordert. Nach einem Streit lässt er die Mädchen einfach an einer Tankstelle zurück – mitten in der Wüste Arizonas. Was folgt ist eine abenteuerliche Odyssee kreuz und quer durchs Land – mal als blinder Passagier, mal zu Fuß. Liberty weiß, dass sie mutig sein muss. Für Billie. Und am Ende hilft ihnen jemand, von dem sie das nie erwartet hätten …


Zum Autor
Jen White wollte schon immer Schriftstellerin werden. Zu ihrem Debütroman hat sie ein Erlebnis aus ihrer Kindheit inspiriert, als sie – aus Versehen – an einer Tankstelle vergessen wurde. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und fünf Kindern in Kalifornien.


Cover 
Das Cover zeigt zwei Mädchen, innig miteinander, vertrauensvoll. Die Große trägt die Kleine auf Ihrem Rücken, hilft ihr anscheinend, gibt ihr Sicherheit. Im Hintergrund ein Truck an einer Tankstelle, etwas verschwommen, es soll wohl erst mal kein Hauptaugenmerk darauf gelegt werden. Die Schwestern stehen hier definitiv im Vordergrund.

Über Ihnen liegt der Schriftzug der nicht einheitlich gehalten wurde. Das Wort “Fast” hat wohl eine markante Bedeutung in dem Buch, denke das wird man zu einem späteren Zeitpunkt noch erfahren!


Meine Meinung
Die Kapitel gliedern sich in ansprechende Längen mit jeweils fast gleicher Überschrift: Überlebensstrategie #, darunter kurzer Satz oder einzelne Worte, die das Kapitel beinhaltet.

Man ist von der ersten Seite an in der Geschichte drin, fühlt mit den Mädchen. Ich meine mal ganz im Ernst, wer setzt seine beiden Töchter, 12 und 8 Jahre denn alleine in der Mittagshitze an einer Tankstelle im Nirgendwo aus?????????

Ich als Mutter bekomme direkt im ersten Kapitel Gänsehaut und Hass auf den Vater, ob das wohl so beabsichtigt ist??? Man kann doch seine Kinder nicht zurück lassen!!! Klar hat man manchmal Wut auf sie, aber das ist keine Lösung.

Der Schreibstil ist sehr fesselnd, was wohl auch an der Brisanz des Thema liegt. Man kann es gar nicht weglegen, weil man um das Schicksal der beiden Mädchen bangt. Alleine, im Nirgendwo, keine Ahnung wie es weiter gehen soll. Ich kann mir richtig bildlich vorstellen, wie sie dort auf dem Rinnstein hocken, verzweifelt auf den Vater warten und von den alten Säcken angestarrt werden. Oh darf man das so schreiben? Ja! Das sind meine Gedanken, mag das nicht schön reden.

Die ältere der beiden versucht der Schwester ein Vorbild zu sein, gibt sich stark, mag die Gefühle nicht zeigen die sie hat. Das finde ich einen bemerkenswerten und auch sehr verantwortungsvollen Schritt den sie geht. Versucht ihrer kleinen Schwester die Angst zu nehmen, sie in Sicherheit zu wiegen.

Die ganze Geschichte ist sehr berührend, bewegend und regt auch zum nachdenken an. Die Autorin hat hier ein Thema verarbeitet was man sich kaum vorstellen mag, aber in Wirklichkeit wohl so oder ähnlich durchaus passieren kann oder bestimmt auch vorkommt. Wir als Leser können das nicht nachvollziehen, aber wir wissen auch nicht was in den Personen vorgeht die einen solchen Schritt gehen. Denke sie brauchen einfach auch Hilfe und Unterstützung.

In diesem Buch bekommt man später eine Erklärung warum vieles so gelaufen ist wie es denn gelaufen ist. Man versteht am Ende einiges was vorher sehr rätselhaft war. Ob man das aber dann gut heißen mag ist ein anderes Thema.

Jedenfalls hat Jen White hier ein absolut klasse, sehr bewegendes Buch in Umaluf gebracht welches die Gemüter wohl anheizen wird.


Sterne
*****